Sozial bewegen

sozial_bewegenJeder Mensch hat das Recht auf ein gutes Leben, auf Würde und Anerkennung, Glück, Gesundheit, Bildung, eine intakte Umwelt. Und jeder Mensch ist fähig, diese Rechte für sich und andere zu verwirklichen. Selbst­ver­trauen und Fürsprache, Wissen und Ressourcen helfen, sich zu entwickeln und das eigene Leben positiv zu gestalten. Doch nicht jeder Mensch ist dazu in der Lage oder hat die nötigen Mittel. PLAY!YA arbeitet mit Hilfe des Sports daran, sozial zu bewegen und gerade jungen Menschen ihre Möglichkeiten und ihr Potenzial vor Augen zu führen. Sport kann helfen, für das Leben zu lernen, selbstständig zu entscheiden und unsere Gesellschaft mitzugestalten.

Sport als Bereicherung und Chance

Sport und Bewegung halten Körper und Geist fit. Und sie leisten mehr: Sie öffnen Räume – für Begegnung, Dialog, Austausch, gegenseitiges Lernen, menschliches Mit­ein­ander. Die nötige Zeit und der passende Raum, um eigene Fähigkeiten zu testen oder Ent­täu­schungen zu ver­ar­beiten. Im Sport können sich Menschen und Kulturen begegnen und res­pek­tieren lernen. Fach­kun­dige Unter­stützung hilft, diese Er­fah­rungen auch im All­tag zu nutzen. PLAY!YA ar­bei­tet mit den positiven Aspekten des Sports, um sozial zu bewegen. Im Dialog mit anderen gesell­schaft­lichen Akteuren wird Sport nicht zur Leistungsoptimierung, sondern für inspirierende Lern- und Entwicklungschancen eingesetzt.

Sport, soziale Wirklichkeit und gesellschaftliche Verantwortung

Vier Jugendliche mit Skateboards sitzen auf einer Parkbank. Copyright: Panos ManologlouSport und Bewegung sind jedoch keine Allheilmittel. Gewalt, Rassismus, Diskriminierung oder Ignoranz sind auch im Sport alltäglich. Übersteigertes Leistungsdenken, Kommerzialisierung, Korruption oder Doping weichen zentrale Werte des Sports auf. Spieler, Trainer, Vereine und Verbände wissen oft nicht, wie sie angemessen auf diese Phänomene reagieren können. PLAY!YA widmet sich daher auch der Weiterentwicklung des Sport mit Blick auf seine gesellschaftliche Verantwortung. Denn eine Vor­bild­funktion kann nur beansprucht werden, wenn die Werte des Sports den Menschen zu Gute kommen und sich in der sozialen Wirklichkeit bewähren. Erst dadurch gewinnen Worte wie Fairness, Verantwortung und Respekt an Bedeutung.

Der Sport ist eine globale Erfolgsgeschichte, doch nachhaltige soziale Entwicklung fördert er nur in geringem Maße. Mit Hinweis auf ihre Neutralität entzieht sich die Sportwelt zu oft ihrer gesellschaftlichen Verantwortung. Doch Sport ist Teil dieser Welt und darf nicht abseits stehen, wenn es um Armut, soziale Benachteiligung, Ausbeutung oder Gewalt geht. Als glo­ba­le Sprache besitzt Sport unerschöpfliches Potential, soziale Wirklichkeit positiv zu verändern. Sportler sind Vorbilder, sie inspirieren Millionen von Menschen. Vereine können ihren Einfluss nutzen, um soziale Zwecke zu unterstützen. Verbände können Strukturen schaffen, um gesellschaftliche Prozesse nachhaltig mitzugestalten.

Genauso wichtig ist jedoch, dass Sport jeden Tag Millionen Menschen bewegt und zusammen­bringt. Beim Sport­treiben sind Herkunft oder soziale Unter­schieden weniger wichtig als im Alltag. Eine gute Voraussetzung, um die Bedingungen für unser Zusammenleben mit anderen Augen zu betrachten, in Dialog zu treten und nach neuartigen Antworten für menschliches Miteinander zu suchen.

Die Begeisterung für den Sport bietet vielfältige Möglichkeiten, sozial zu bewegen. PLAY!YA möchte dazu in verschiedenen Arbeitsfeldern und Themenbereichen einen Beitrag leisten.

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